Universitätsklinikum Greifswald
Protokoll KMT/SZT - Arbeitsgruppentreffen
vom 05.05.-06.05.2000 in Greifswald
2. Bericht über den EBMT-Kongress in Innsbruck:
a. Die EBMT plant eine Datenerfassung zur pflegerischen Situation und Versorgung der
einzelnen Transplantationszentren
b. Es besteht seit ca. 6 Jahren ein Pilotprojekt
"Wise-Care", welches sich mit Datenerfassung bezüglich der Vernetzung von
Pflegeforschung und Praxis befasst, dass eine Qualitätsüberprüfung im internationalen
Ver-
gleich erleichtern soll
Internetadresse: www.wisecare.dn.uoa.gr
3. Informationen über EONS Treffen in Prag:
Zentrales Thema wird die Pflegeforschung in Bezug auf Entwicklung und Überprüfung von
Pflegeleitlinien sein
4. KMT-Kongress in Hamburg (13.-15.09.2000)
Programm wird erstellt und zugesandt
5. Hospitation KMT-Kinderklinik Wien
Adresse bei bestehendem Interesse bei Hans Müller zu erfragen
6. KMT- Nachsorgeeinrichtungen in Deutschland
Eine diesbezügliche Liste existiert in Idar-Oberstein bei Claudia Reidenbach und
wird beim nächsten Treffen in Marburg mitgebracht
7. Termine:
- EBMT-Kongress 2001 in Maastricht
- Europäische Schule für Onkologie - Seminar 31.8.-1.9.00 in
St.Gallen
- EONS Springskonvention 12./13.4.2002 in Venedig
- nächstes AG-Treffen 10./11.11.00 in Marburg
- AG-Treffen 2001: Frühjahr in Homburg/Saar Herbst in Dresden
- Ausrichtung des KMT-Kongresses 2001 ???
Thomas Pietz aus Berlin berichtet über die Auswertung der
Fragebögen zu den
Themen Versorgung von ZVK´s, Patientenwaschung und Mundpflege.
Fazit: Die Antworten sind zu global gehalten und unpräzise, um eine vernünftige
Auswertung vornehmen zu können.
Außerdem werfen die Antworten viele Fragen auf, warum es zwischen den
einzelnen Zentren solch extreme Unterschiede gibt !!!
Die Fragen müssen spezifischer und präziser gestellt und ebenfalls beant-
wortet werden.
Zusammenfassung der Arbeitsgruppen:
In der Vorbereitung werden den Patienten in Erst oder/und Zweitgesprächen
Allgemeine Informationen zum Ablauf und Organisatorischem, anhand von Patientenbroschüren und Gesprächen mit dem ärztlichen und/oder dem Pflegeteam gegeben.
Solche Vorabinformationen laufen in der Regel in der Onkologischen Ambulanz/Tagesklinik, in der KMT-Koordination oder auf der Station, abhängig von den einzelnen KMT-Zentren.
Bei den meisten KMT-Zentren wird eine Stationsbesichtigung angeboten, die erste Kontakte mit dem Pflegeteam ermöglichen.
Einige Zentren bieten unter anderem eine erstes Gespräch mit dem Psychologen (ein festangestellter Psychologe ist nicht in allen KMT-Zentren die Regel, sondern es werden extern eingesetzte Psychologen bei Bedarf hinzugezogen) und erste Informationsgespräche mit der Diätberatung.
Die pflegerische Aufklärungsgespräche finden in der Mehrheit erst nach Aufnahme auf der Station statt, anhand von Checklisten, Erstellung von Pflegeanamnesen und aktuell auf der Station entstehenden Fragen.
Die Dokumentation erfolgt wenn, dann im Pflegebericht, auf einem Anamnese-bogen oder auf der Patientenkurve selbst.
Die Information bei Entlassung des Patienten wird über extra Broschüren nach KMT oder Entlassungsgesprächen mit Ärzten/Pflegeteam und Informationen zwischendurch geregelt, hier ist eine Dokumentation nicht immer gewährleistet.
Als Problematik wird genannt, dass sehr oft Überschneidungen von Informationen von Ärzte- und Pflegeteam vorliegen, dass keine optimale Vorbereitung für den Patienten organisiert werden kann, da diese oft sehr kurzfristig einbestellt werden und dass zu viele Gespräche "zwischen Tür und Angel" geführt werden, ohne offiziellem Charakter und die dementsprechende Dokumentation.
Fazit : Einzelne Zentren haben eine gut organisierte Patienten-
information, bei anderen jedoch ist diese noch mit einigen Problemen verbunden.
Zum nächsten Treffen bitte Informationsbroschüren/Info-Blätter
mitbringen !!!
gez. Andrea Schikfelder
Norbert Roth
Uni-Klinik Essen